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Ringvorlesung: Periode ohne Preis

Mehr als Menstruation 

Der Menstruationszyklus zwischen Enttabuisierung, Empowerment und neuen Körpernormen

28.10.2026, 18:30-20:00 Uhr, Online-Veranstaltung mit Sam Schwickert

Seit den 2010er Jahren ist der Menstruationszyklus zunehmend in der Öffentlichkeit präsent: Tampon-Spender auf öffentlichen Toiletten und Social-Media-Beiträge unter #Period Positivity versprechen Aufklärung, Gesundheitswissen und Empowerment. Tracking-Apps, Ratgeberliteratur und sogenannte Cycle Coaches tragen dazu bei, die ehemals stigmatisierten Menstruation als „weibliche“ Superkraft neu zu rahmen. Doch werden damit vergeschlechtlichte Stigmata und Diskriminierungsstrukturen überwunden oder entstehen zugleich neue Normen und Erwartungen an den Umgang mit dem eigenen Körper? 

Die Veranstaltung gibt eine Einführung in den Menstruationszyklus aus soziologischer Perspektive. Sie beleuchtet, wie gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht, Körper und Gesundheit das Wissen über Menstruation und Zyklus sowie verkörperte Erfahrungen damit prägen. Dabei diskutieren wir, wie sich diese Vorstellungen im Spannungsfeld von Empowerment und Selbstoptimierung verändern.

Im Anschluss an den Vortrag ist der Raum offen für anschließende Fragen.

Sam Schwickert (sie/ihr) forscht am Fachgebiet Technik- und Umweltsoziologie der BTU Cottbus-Senftenberg zu gesellschaftlichen Transformationen, Machtstrukturen und feministischer Theorie. In ihrer Promotion untersucht sie unter dem Arbeitstitel: „Vom ‚Menstrual Monstering’ zum ‚Zyklus als ‚weibliche‘ Superkraft‘ – Der Menstruationszyklus im Kapitalismus“, wie emanzipatorische Bewegungen wie das „Menstrual Movement“ innerhalb kapitalistischer und patriarchaler Systeme vereinnahmt werden. Ihr Forschungsinteresse liegt darin zu analysieren, inwieweit diese Bewegungen echte Veränderungen bewirken oder in geschlechtsstereotypen und kapitalistischen Normen verhaftet bleiben, ohne ihr disruptives, subversives oder transformatives Potenzial zu entfalten.

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit leitet sie den feministischen Spieleverlag Spielköpfe, um die Themen, zu denen sie arbeitet, auch spielerisch zu vermitteln.

Zugangsdaten:

An Zoom-Meeting teilnehmen
https://tu-darmstadt.zoom-x.de/j/67342336176?pwd=HndiKV47v1Ej0vH5Wp4dDO8CH4Gekb.1

Meeting-ID: 673 4233 6176
Kenncode: 019515