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Transparent: Kritisches Denken braucht Zeit und Raum

Wahlempfehlung zur wahl des Präsidenten der Goethe-uni

24.02.2026

Der AStA der Goethe Universität Frankfurt hat sich im Rahmen der anstehenden Präsidentschaftswahl beraten und möchte sich auf diesem Wege gegen eine Wiederwahl des amtierenden Präsidenten Prof. Dr. Enrico Schleiff aussprechen.

Herr Schleiff hat sich bei der Anhörung der Kandidaten für das Präsidentenamt als Führungsperson inszeniert, die Wert auf Partizipation und Transparenz legt, doch haben wir seinen Führungsstil in den letzten 5 Jahren anders wahrgenommen. Die Studienbedingungen haben sich von Semester zu Semester verschlechtert, ein Informationsaustausch war stets von Hürden begleitet und Herr Schleiff ist uns nicht auf Augenhöhe begegnet. Bei der Anhörung behauptete Herr Schleiff, es gebe eine „sehr gute Arbeitsbasis mit dem AStA Vorstand“, die er insbesondere mit dem Jour fixe begründet, bei dem das Präsidium und das AStA Vorstandskollektiv zusammenkommen. Leider hat Herr Schleiff aber nur an den wenigsten dieser Termine teilgenommen, weswegen von einer „sehr guten Arbeitsbasis“ kaum die Rede sein kann. Bei zahlreichen Themen hat Herr Schleiff uns den Eindruck vermittelt, die Perspektive Studierender nicht wertzuschätzen. Ob es um den Umgang mit Kürzungsmaßnahmen, den Entwurf der neuen Rahmenordnung, den Rufen nach einem neuen Studierendenhaus oder Bedenken bezüglich seiner Exzellenzstrategie ging: Herr Schleiff hat Studierendenbelange nicht ernstgenommen und wiederholt Entscheidungen von oben gefällt, ohne die Meinung der Studierenden zu berücksichtigen. 

Bei einer Wahl ist eine Stimme stets nach bestem Wissen und Gewissen abzugeben. Das Wissen, das wir über die letzten Jahre über Herrn Schleiffs Führungsstil erworben haben, erlaubt es uns nicht, seine Wiederwahl guten Gewissens anzustreben. 

Wir erwarten, dass die Zusammenarbeit mit dem Präsidium in der kommenden Legislatur aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und einen wertschätzenden, produktiven Austausch mit der Studierendenschaft der Goethe Universität umsetzt – egal, ob wider unserer Hoffnungen Herr Prof. Dr. Schleiff wiedergewählt wird oder ob Herr Prof. Dr. Erb das Amt übernimmt.