Einladung: Vernissage „Mädchenstatue für den Frieden“

Datum der Veröffentlichung:Freitag 7.2.2020

75 Jahre nach dem Sieg der Alliierten über die Achsenmächte wird ab Montag, den 17. Februar 2020 die „Mädchenstatue für den Frieden“ – eine Skulptur des südkoreanischen Künstlerpaars Seo Kyung und Eun Sung Kim – im Foyer des PEG-Gebäudes auf dem IG-Farben Campus ausgestellt.

 

Die Skulptur erinnert an das Leid hunderttausender Mädchen und junger Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs von der japanischen Armee im gesamten Asien-Pazifik-Raum als sog. "Trostfrauen" in Armeebordellen in die Sexsklaverei gezwungen wurden.[1] Gerade die Goethe-Universität muss als Bildungsstätte am historisch äußerst belasteten IG-Farben Campus einer kritischen historischen und aktuellen Reflexion gesellschaftlicher Spannungen und Konflikte nachgehen und in Anbetracht des 75. Jubiläums der Niederlage des Nationalsozialismus auch über die Gräuel dessen Verbündeten Japan aufklären.[2] Die Vernissage zu dieser Ausstellung findet statt am

 

Mittwoch, 19. Februar 2020, um 18:30 Uhr

im Foyer des PEG-Gebäudes auf dem IG-Farben Campus

(Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60629 Frankfurt am Main).

 

Programm:

• Begrüßung: Kyra Beninga (AStA-Vorsitzende)

• Redebeiträge:

• Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer i. R. (ehemaliger Leiter der Forschungsstelle NS-Pädagogik)

• Dr. Tobias Freimüller (stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts)

• Eun Hi Yi (Vorsitzende des Vereins Punggyeong Weltkulturen e.V.)

• Musikalische Begleitung: Zwischen den Redebeiträgen werden traditionelle Lieder aus den vom japanischen Militarismus überfallenen Ländern gespielt.

• Die Veranstaltung endet mit einem transnationalen Imbiss um die Gedenkstatue.

Über Ihr Kommen und Ihre Berichterstattung freuen wir uns sehr. Die Ausstellung ist vom 17. Februar bis zum 16. Juli zu den Öffnungszeiten des PEG-Gebäudes öffentlich zugänglich.

 

Für Rückfragen steht Ihnen AStA-Vorsitzende Kyra Beninga unter beninga [at] asta-frankfurt [dot] de oder unter folgender Rufnummer zur Verfügung: +491785223737. Außerdem können Sie die Vorsitzende des Vereins Punggyeong Weltkulturen e. V.  Eun Hi Yi unter pwkgermany [at] gmail [dot] com oder unter folgender Rufnummer 0179 766 5415 kontaktieren.

 

Nähere Informationen zum historischen Hintergrund:

 

Bisherige Ausstellungen des Ausstellungsexemplars:

 

 

 

[1] Die sogenannten „Trostfrauen (jap. ianfu)“ sollten den Soldaten auf den Kriegsschauplätzen „Trost“ spenden und wurden im starken Gegensatz zum beschönigenden Begriff der „Trostfrau“ wie Sklavinnen auf brutalste und menschenunwürdige Art und Weise sexuell missbraucht und in den Bordellen („Trosthäuser“) des japanischen Militärs eingesperrt.

[2] Bis heute fordern die Überlebenden und unterstützende Verbände wie die UNO-Menschenrechtskommission, Amnesty International oder ILO die Anerkennung und Aufarbeitung der Kriegsverbrechen seitens der japanischen Regierung (vgl. https://www.amnesty.de/jahresbericht/2009/japan, zuletzt aufgerufen am 4.2.2020). Die fehlende Aufarbeitung der Vergangenheit stellt ein schwerwiegendes Hindernis für Kooperation und nachhaltigen Frieden in dieser Region dar.

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