PM: U-Bahn-Sperrung verursacht Probleme in der Prüfungsphase

Datum der Veröffentlichung:Freitag 21.6.2019

Wenn vom 1. Juli bis zum 12. August 2019 Frankfurts meistbefahrene U-Bahnstrecke mit den Linien U1, U2, U3, U8, U9 wegen Bauarbeiten ihren durchgehenden Betrieb vorübergehend einstellt, dann sind auch gleich zwei Campi der Goethe-Universität mit insgesamt etwa 40.000 Studierenden und Mitarbeitenden davon betroffen. Eine durchgehende Erreichbarkeit des IG-Farben Campus und des Campus Riedberg mit der U-Bahn ist dann vom Hauptbahnhof aus nicht mehr möglich. Auch die direkte Verbindung zwischen dem IG-Farben Campus und Riedberg ist für mindestens sechs Wochen gekappt. Zwar soll die Taktung der Buslinie 64 vom Hauptbahnhof zum IG-Farben Campus verdichtet werden, es steht jedoch zu befürchten, dass aufgrund der U-Bahn-Sperrung die Busse im Stau steckenbleiben. 70-80 % aller Studierenden und Bediensteten der Goethe-Universität nutzen täglich den ÖPNV, insbesondere die U-Bahn, um ihren Studienort oder Arbeitsplatz auf einem der Campi der Goethe-Universität zu erreichen. Das aktuelle Sommersemester 2019 endet an hessischen Hochschulen am 17. Juli und damit erst drei Wochen später als das Schuljahr an hessischen Schulen, an dessen Ende sich die Terminierung der U-Bahn-Unterbrechung offenbar vorwiegend orientiert.

Der AStA der Goethe-Universität sieht daher massive Probleme auf die Studierenden zukommen, denn die Klausurenphase des Sommersemesters 2019 fällt in diesen Zeitraum:

„Damit müssen sich zehntausende betroffene Studierende sechs Wochen mit alternativen Wegstrecken zum Campus und wesentlich längeren Fahrzeiten herumschlagen; und das gerade in einer Zeit, in der an der Goethe-Universität traditionell die meisten Prüfungen stattfinden und viele sowieso unter besonders hohem Stress stehen“, klagt AStA-Verkehrsreferent Sebastian Heidrich. Die Goethe-Universität sei mit fast 60.000 Mitgliedern eine der größten Einrichtungen im Stadtgebiet Frankfurts. „Warum ist von den Verantwortlichen niemand auf die Idee gekommen, bei diesen Planungen auch mal an die Probleme zu denken, die diese Sperrung für die Universität und ihre Mitglieder verursacht?“

Auch die Präsidentin der Goethe-Universität, Professor Dr. Birgitta Wolff, kritisierte die mangelnde Informationspolitik und Koordination dieser einschneidenden Verkehrsmaßnahme. „Wir alle freuen uns über einen reibungslos funktionierenden ÖPNV. Und wir alle haben viel Verständnis dafür, dass
ein so großes U-Bahn-Netz, wie das in Frankfurt, einer ständigen Pflege, Wartung und Reparatur bedarf. Wofür wir jedoch weniger Verständnis haben ist, dass eine der größten Einrichtungen auf Frankfurter Gemarkung bei solchen Planungen offenbar kaum eine Rolle zu spielen scheint. Keiner wäre zum Beispiel auf die Idee gekommen, ohne vorherige Rücksprache die Commerzbank-Arena oder den Flughafen quasi vom Schienennetz abzukoppeln. Die jetzt entstehende Situation zeigt auch, wie dringt notwendig ein alternativer Anschluss des Campus Westend an das U-Bahn-Netz mit einer Verlängerung der U4 vom Hauptbahnhof ist.“

Wolff forderte, die aktuellen Planungen nochmals überdenken und gegebenenfalls anzupassen. „Für die Zukunft erwarten wir bei solchen umfassenden Maßnahmen, dass die Goethe-Universität in solchen Planungen einbezogen wird.

Kontakt

Felix Große Besten
AStA-Vorstand

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