Grundwissenschaften und Kritische Theorie: Marx – Freud – Adorno („statt Module“)

Datum der Veröffentlichung:Montag 15.4.2019

Der AStA der Goethe - Universität Frankfurt unterstützt ausdrücklich, dass der frühere Leiter der Forschungsstelle NS-Pädagogik, Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer „außerplanmäßig“ für alle Studierenden eine öffentliche Vorlesung anbietet, die auch Schülerinnen und Schüler der Oberstufe offensteht. Es geht um ein aus Sicht des AStA an dieser Universität vernachlässigtes Thema: um eine Einführung in die kritische Theorie mit dem Titel Marx-Freud-Adorno, - Eine Einführung.

Im Ankündigungstext heißt es:

„Gegen Tendenzen, kritische Theorie aus Erziehungswissenschaft und der Goethe Universität überhaupt weitgehend herauszuhalten oder gar auf dem Begriff ‚Bildungswissenschaften‘ zu reduzieren, stellt sich die Vorlesung auch die Aufgabe, ausgehend von Adornos Vorlesung „Einführung in die Soziologie“ auf seine beiden großen Referenzpersonen, Karl Marx und Sigmund Freud zurückzugreifen.

Was war das Neue an Karl Marx und seiner Kritik am Kapitalismus? Was war der Kern seiner Theorie und welche Bedeutung hat sie für Wissenschaft überhaupt, aber auch für die Berufspraxis und die politische Praxis? Diese Fragen stellen sich auch bei Sigmund Freud, der ja nicht nur die Theorie der Psychoanalyse entwickelte, sondern – wie Ador­no hervorhebt – auch einen bestimmten Blick auf gesellschaftliche Probleme entfaltete.“

Die Vorsitzende des AStA der Goethe Universität, Kyra Beninga, hebt hervor, „wie wichtig die angeschnittenen Fragen für alle Studierenden sind. Durchaus als Projekt zu begrüßen ist es auch, dass bei dieser Vorlesung keine so genannten »Kreditpunkte« vergeben werden, sondern die Teilnahme von Anfang bis Ende auf freiwilliger Basis erfolgt.“

„Adorno“, so Kyra Beninga weiter, „würde sich vermutlich schon allein bei dem Begriff ‚Kreditpunkte=credit points‘ und bei der Vorstellung einer Anwesenheitspflicht für Studierende bei einer Vorlesung im Grabe herumdrehen. Adorno stand für eine universitäre Bildung, jenseits von jener technokratischen und bürokratischen Veränderung, die heute auch die Goethe - Universität kennzeichnet.“

Die Veranstaltung findet im Sommersemester 2019 jeweils donnerstags ab dem 25. April um 18:00 Uhr im Raum 6 des Hörsaalzentrums im Campus Westend statt.

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