Pressemitteilung: 66 Jahre Studierendenhaus und der Weg zum Offenen Haus.

Datum der Veröffentlichung:Samstag 23.2.2019
Mit der Würdigung der Selbstverwaltung des Studierendenhauses soll der Blick beim 66-jährigen Jubiläum auf die Zukunft des Hauses gerichtet werden. Der AStA steht in der Tradition der Selbstverwaltung und begrüßt ausdrücklich den Vorstoß des Offenen Hauses der Kulturen für die Zukunft des Studierendenhauses.
 
Vor 66 Jahren, also im Jahr 1953 wurde das Studierendenhaus von den Alliierten an die Studierenden übergeben, damit diese darin die Demokratie nicht nur erproben, sondern auch (er)leben können. Inmitten einer Gesellschaft, die sich mehr schlecht als Recht von den Denk- und Handlungsstrukturen der Nationalsozialist*innen freigemacht hatte, war es ein Symbol für eine andere Gesellschaft. Das hat sich in den folgenden Jahren stetig gezeigt: Das Studierendenhaus zog kritische Menschen an, Menschen, die neue Wege bestreiten wollten und gesellschaftlichen sowie universitären Entwicklungen entgegenstanden, wo es geboten oder auch notwendig war. Das Studierendenhaus bot Raum und Zeit zum Austausch, Neues zu denken und zu organisieren.
 
Der AStA steht damit in der Tradition der demokratischen Selbstverwaltung und will selbstverständlich nicht weniger für das neue Studierendenhaus auf dem IG-Farben-Campus, sodass auch dort „der Geist der realen und tätigen Demokratie praktiziert“ werden kann, wie es Max Horkheimer für das Bockenheimer Studierendenhaus 1953 postulierte. „Wir beanspruchen daher auch die gleiche Verfügungsgewalt für das neue Haus wie für das alte“, betont AStA-Vorsitzende Kyra Beninga. Seit 2007 steht der AStA mit der Universität bereits in Verhandlungen um das neue Studierendenhaus und muss um den Aufbau eines gleichwertigen und ökologischen Hauses ringen. „Das Studierendenhaus hätte eines der ersten Häuser auf dem neuen Campus sein müssen“, erklärt Wohnraumreferent Felix Sauer. Denn Generationen von ASten sollten Beweis genug dafür sein, dass der AStA als Teil einer universitären, immer noch wachsenden Streitkultur und als Teil von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen sowohl für die Universität als auch für die Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist.
 
„Wir wollen den Neubau des Studierendenhauses und den Einzug des AStA unter den gleichen Bedingungen wie zuvor. Und wir wollen außerdem den Verbleib des Studierendenhauses auf dem Campus Bockenheim in der Selbstverwaltung des Offenen Hauses der Kulturen“, betont Wohnraum-Referent Felix Sauer. „So sehen wir die Grundsteinlegung für ein selbstverwaltetes Studierendenhaus nach dem Umzug des AStA entsprechend als notwendigen ersten Schritt, diese Forderungen gut sichtbar an die Stadt zu richten und stehen zu dem Slogan vom Studierendenhaus zum Offenen Haus, der seit neuestem über dem Eingang prangert. Damit wird ein Prozess deutlich, den wir gerne bereit sind mitzugestalten“, ergänzt AStA-Vorsitzende Kyra Beninga.

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