PM: AStA unterstützt Mietentscheid

Datum der Veröffentlichung:Samstag 1.9.2018

AStA der Goethe-Universität unterstützt den Mietentscheid Frankfurt

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Goethe-Universität unterstützt den Mietentscheid Frankfurt. Denn die Situation auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt wird für Studierende fortwährend prekärer. So liegt die Versorgungsquote für öffentlich geförderte Wohnheimplätze mit sieben Prozent noch unter dem niedrigen Bundesdurchschnitt von zehn Prozent. Schon lange deckt die Bafög-Wohnpauschale von 250 Euro Zimmermieten von beinahe 500 Euro nicht mehr ab. "Viele Studierende müssen ihr komplettes Bafög für die Miete aufbringen. Um darüber hinaus noch die teuren Lebenshaltungskosten in Frankfurt tragen zu können, haben manche bis zu drei Jobs - da bleibt nicht viel Zeit fürs Studium." sagt AStA-Wohnraumreferent Felix Sauer. AStA-Vorsitzende Kyra Beninga bestätigt: "2016 haben laut Rechenschaftsbericht der Goethe-Universität siebzig Prozent aller Absolvent*innen das Studium nicht in der Regelstudienzeit abgeschlossen. Mit Blick auf die Ergebnisse der zweiten universitätsweiten Studierendenbefragung zum Wintersemester 2017/2018 ist dies nicht verwunderlich. So verrichten 64% der Studierenden parallel zum Studium eine Erwerbstätigkeit, dies wird auch mit Abstand als häufigster Grund für Studienverzug angegeben.“

Die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum ist schon seit Jahren eine zentrale Forderung des AStAs. Aus diesem Grund organisiert der AStA vom 08.-12.Oktober das achte „Mieten? Ja Wat Denn?!“ - Protestcamp. In dieser Zeit wird Studierenden, die zum Semesterstart noch kein Zimmer gefunden haben, eine Übernachtungsmöglichkeit im Studierendenhaus in Bockenheim geboten. "Was für uns einen enormen organisatorischen Aufwand und eine 24/7 Betreuung bedeutet, ist notwendiger denn je. In den letzten Jahren haben bis zu 70 Erstsemester unser Angebot angenommen. Sie müssen neben der aufregenden und turbulenten Uni-Orientierungswoche bis zu 3 WG-Castings pro Tag in einer ihnen fremden Stadt auf sich nehmen.“, berichtet Kyra Beninga. Nicht nur für die Bewohner*innen des Indoorcamps, sondern für alle Interessierten wird es ein vielseitiges Rahmenprogramm geben. Ein Höhepunkt dabei wird eine Podiumsdiskussion zur Wohnraumproblematik mit verschiedenen Vertreter*innen der Zivilgesellschaft sein.
In Kooperation mit dem Verein „Mieter helfen Mietern“ bietet der AStA seit 2 Jahren auch eine kostenlose Mietrechtsberatung auf dem IG-Farben Campus an. Dass der AStA für das Thema „Wohnraum“ in diesem Jahr eine eigene Stelle geschaffen hat, bildet ein Novum.

Das Unterstützen des "Mietentscheid Frankfurts" ist somit nur ein zusätzlicher Baustein. Das Mietentscheid-Bündnis will die städtische Wohnungsbaugesellschaft (ABG Holding) dazu verpflichten deutlich mehr geförderte Wohnungen zu schaffen, was gerade bei Studierenden für eine enorme Entlastung sorgen würde. "Nach unzähligen Appellen und wirkungslosen Aufrufen an die Politik, sehen wir im Mietentscheid endlich die Möglichkeit die massive Vernachlässigung von gefördertem Wohnungsbau zu stoppen. Uns gefällt dabei vor allem der demokratische Grundgedanke. Alle Frankfurter*innen sollten gemeinsam über die Wohnungspolitik ihrer Stadt abstimmen können“, erklärt Felix Sauer. „Viele Studierende sind wegen der problematischen Wohnraumsituation sauer. Wir hoffen, dass diese ihre Unterschrift für die Umsetzung des Bürger*innen-Entscheids abgeben werden.“

 

Kontakt

Für Rückfragen steht Ihnen AStA-Wohnraumreferent Felix Sauer unter folgender Rufnummer zur Verfügung: 0176/62544296

wohnraum [at] asta-frankfurt [dot] de

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