Pressemitteilung: HMWK blockiert Studierendenhausplanung.

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 22.2.2017

HMWK blockiert Studierendenhausplanung.

 

Am 22.02. hat der Senat der Goethe-Universität das HMWK (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst) einstimmig dazu aufgefordert, mehr Gesprächsbereitschaft bei den Planungen des Studierendenhauses zu zeigen.

Die Gesamtprojektleitung, bestehend aus Universität, AStA, Architekten und LBIH (Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen), hat im Frühjahr 2016 die Pläne für das neue Frankfurter Studierendenhaus auf dem IG-Farben Campus im Westend fertiggestellt. Im Januar 2017 teilte das HMWK nun mit, dass es den vorgelegten Entwurf aufgrund der Fassadengestaltung nicht genehmigen wird. Hierdurch wird die Weiterplanung des Neubauprojekts blockiert, was zu erheblichen Zeitverzögerungen und Mehrkosten führt.

Nach massiven Einsparungen und Kürzungen hatte sich die Planungsgruppe darauf geeinigt, dem Studierendenhaus durch eine graue Basalt-Lava-Fassade ein eigenes Gesicht zu geben. Im Rahmen der Kürzungen sahen die Architekten hierin die einzige Möglichkeit für ein Alleinstellungsmerkmal, wie es im Wettbewerb gefordert war.

Diese konsensual erarbeitete Fassadengestaltung lehnt das Ministerium entschieden ab. Diese Blockadehaltung hat der Senat nun verurteilt und ein Schlichtungsverfahren zwischen Planungsgruppe und Ministerium vorgeschlagen. „Seit Beginn der Planungen arbeiten die Universitätsleitung, das LBIH, die Architekten und der AStA an einem Tisch“, erklärt Ebru Celtikli, Baukoordinatorin des AStA. „Bei allen Problemstellungen konnten wir bislang sinnvolle Lösungen finden, sei es bei der Frage zu den Unisextoiletten, zur Streichung von zwei kompletten Stockwerken oder zur Verteilung von Mehrkosten zwischen AStA und Universität“, so Celtikli weiter.

„Wir sind sehr verwundert über dieses scharfe Machtwort aus Wiesbaden. Die gestalterischen Merkmale des Studierendenhauses betreffen schließlich vor allem Studierende, aber auch Architekten und Universitätsmitglieder“, kommentiert Valentin Fuchs, AStA-Vorsitzender. In einem Briefwechsel mit dem AStA signalisierte das HMWK, dass in Gestaltungsfragen keinerlei Gesprächsbereitschaft bestehe. Der AStA hofft deshalb auf eine Schlichtung des Konflikts, um eine zeitnahe Fertigstellung des neuen Studierendenhauses nicht zu gefährden.

 

Senatsbeschluss im Wortlaut:

„Der Senat nimmt mit Sorge zur Kenntnis, dass das HMWK und die Planungsgruppe für das Studierendenhaus Frankfurt, trotz vorliegender Kompromissvorschläge der Planungsgruppe, noch kein Einvernehmen über die Fassadengestaltung des Studierendenhauses erzielen konnten.

Im Interesse eines zügigen Planungsfortschritts fordert er alle Beteiligten auf, sich konstruktiv um die Auslotung einer Kompromisslösung zu bemühen, welche sowohl dem gewünschten eigenständigen Charakter des Studierendenhauses als auch dem grundsätzlichen Gestaltungskonzept für den Campus Westend Rechnung trägt, ggf. unter Hinzuziehung einer von beiden Seiten akzeptierten Mediation.“

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